Stiftung Warentest und Ökotest, die Bibel der deutschen Verbraucher?
Teil eins – Vertrauen
Bekanntheitsgrade in Deutschland sind ein wichtiger Indiz für für viele deutsche Firmen, deren Umsatz davon abhängt wie bekannt sie sind. Immer wieder führen verschiedene Institute Umfragen über den Bekanntheitsgrad von deutschen Firmen oder Institutionen durch. Es gibt nur ganz wenige Institutionen denen wir Deutschen mehr Vertrauen schenken, als der Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz. Welche könnten das sein? Mittlerweile sind es zwei Institutionen die fast allen Deutschen geläufig sind und die ein unglaublich großes Vertrauen genießen. Das ist einmal die „Stiftung Warentest“, sowie die Zeitschrift „Öko Test“. Über 90 % der Deutschen kennen mittlerweile beide Testsiegel, mit denen die Hersteller auf vielen ihrer Produkte mittlerweile werben dürfen.
Stiftung Warentest und Öko Test im Blickpunkt der Verbraucher
Auch ich als Verbraucher habe mich oftmals an den Gütesiegeln beider Unternehmen orientiert und als regelmäßiger Leser beider Zeitschriften, mich auf viele Urteile dieser zwei Institutionen verlassen. Doch als regelmäßiger Leser dieser beiden Zeitschriften, verfolge ich nun schon seit einigen Jahren, dass nicht jeder Test meinen Informationsdrang befriedigen kann. Immer wieder habe ich böse E-Mails bekommen, die mir nachsagen ich plappere nur die Aussagen von „Stiftung Warentest“ oder der „Öko Test“ nach. Dies ist sicherlich nicht der Fall. Aber viele Menschen in Deutschland beziehen keine der beiden Zeitschriften oder lesen regelmäßig deren Testberichte. So dass ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, meine Leser auch über Testberichte dieser beiden Zeitschriften zu informieren.
Aufklärung durch Stiftung Warentest und Öko Test
Natürlich ist es unumstritten, dass beide Unternehmen einen wirklich wichtigen Beitrag, zu unserer Aufklärung leisten. Die immer neuen Produkte, welche unseren Markt überschwemmen, stellen den Verbraucher vor ungemeine Schwierigkeiten. Die ständig wachsende Produktfülle, die vollen Schaufenster und Regale, die täglich präsente Werbung in den Medien, lassen uns als Verbraucher, den Überblick verlieren. Unsere großen Industrien, so auch die Kosmetikindustrie beschäftigen viele Lobbyisten und Wissenschaftler, die im Auftrag der entsprechenden Unternehmen handeln und uns als Verbraucher immer wieder weismachen wollen, dass ihre Produkte unbedenklich und schadstofffrei seien und uns helfen könnten unser Leben zu verbessern. Deswegen ist es wichtig, dass es solche Institutionen, wie „Stiftung Warentest“ und „Ökotest“ gibt. Denn alle von beiden Institutionen durchgeführten Tests, bedeuten einen riesigen Aufwand, Organisation, Diskretion und Unabhängigkeit. Somit verwundert es nicht, dass viele große Firmen in Deutschland ein starkes Interesse daran haben mit ihren Produkten bei beiden Institutionen gut abzuschneiden. Denn beide Institutionen sind mittlerweile zu einem riesigen Wirtschaftsfaktor geworden. Denn nach einer Forsa-Umfrage, kennen 96 % aller deutschen beide Siegel und orientieren sich bei ihren Einkäufen an den Prüfergebnissen beider Institutionen.
Mit Testsiegeln Geld verdienen oder Pleite gehen
Mit den Testsiegeln „sehr gut“ und „gut“ beider Institutionen lässt sich nahezu jedes Produkt bewerben. Eine schlechte Bewertung dagegen kann zur Vernichtung von Existenzen führen. So kündigen zum Beispiel Discountern ihren Lieferanten die Verträge, wenn ihre Produkte das Gütesiegel „befriedigend“ erhalten haben. Ihnen allen ist vielleicht noch der Fall Uschi Glas im Gedächtnis. Laut den Aussagen von Uschi Glas und ihren Geschäftspartnern verkauften sie im März 2004, Cremes und Busenperlen für rund 470.000 €. Nach dem niederschmetternden Urteil der Stiftung Warentest im April sackte der Umsatz auf ganze 96.000 € ab. Man kann also erkennen, das Verbraucher schlecht bewertete Produkte gar nicht mehr kaufen, bzw. diese Produkte überhaupt nicht mehr den Weg in die Geschäfte finden.
Kampf der Giganten
Mittlerweile führen beide Unternehmen, also die „Stiftung Warentest“ und die Zeitschrift „Öko Test“, einen erbitterten Kampf um Marktanteile im deutschen Markt. Beide Unternehmen werfen sich gegenseitig vor unfair zu konkurrieren, wobei der Geschäftsführer der Zeitschrift „Öko Test“ Jürgen Stellpflug gern darauf verweist, dass seine Zeitung komplett privat finanziert ist und die Stiftung Warentest staatliche Mittel zur Finanzierung erhält.
Wem vertraue ich?
Soll ich nun als Verbraucher den Prüfergebnissen beider Zeitschriften vertrauen? Mein Fazit ist: beide Institutionen, leisten sicherlich eine hervorragende und gute Arbeit, aber mittlerweile gibt es unheimlich viel Kritik von Verbrauchern und Unternehmen an der Arbeit dieser beiden Institutionen. Laut meinen Erfahrungen ist es immer wieder besser, sich selber zu informieren, die Inhaltsstoffe in ihren Kosmetik Produkten zu überprüfen und natürlich zu überprüfen, was denn überhaupt getestet wurde. Denn nicht immer sagen die Prüfergebnisse aus, ob die geprüften Produkte gefährliche oder bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten, weil zum Beispiel nur die Wirkungen des Lichtschutzfaktors getestet wurde, aber nicht ob der die Inhaltsstoffe die den Lichtschutzfaktor ausmachen, gesundheitliche Auswirkung auf unseren Körper haben können. Seit mittlerweile vielen Jahren, stehe ich auf dem Standpunkt, dass man den Medien bzw. den Firmen und Institutionen welche Lobbyisten beschäftigen nicht mehr vertrauen sollte. Seien Sie misstrauisch und hinterfragen Sie alles. Ich weiß, dass viele Menschen mittlerweile die Erfahrung gemacht haben, das immer wieder etwas anderes erzählt wird. Und man nicht mehr weiß, wen man überhaupt vertrauen soll.
Hier gilt nur eins, ihr eigenes Engagement und ihre eigene Disziplin ist gefragt, wenn Sie Ihre gesundheit schützen wollen!
Lesen Sie im nächsten Teil mehr zur Stiftung Warentest.
