Kontrollierte Naturkosmetik
Mittlerweile haben sich für die Sicherstellung hochwertiger Naturkosmetik verschiedene Standards entwickelt, für uns als Konsumenten ist dieser Dschungel mehr als undurchsichtig und dadurch sind wir sehr verunsichert. Vorsicht ist hier allerhöchstes Gebot, da oftmals Hersteller konventioneller Kosmetikprodukte immer öfters auf der Trendwelle mitsurfen und ihre Produkte als „bio“ oder „natural“ bewerben. jedoch handelt es sich oft um chemische und auch teilweisegifitge Kosmetik-Cocktails, Paraffine und Silikonöle handelt, die lediglich ein paar wenige pflanzliche Rohstoffen enthalten um das Bild zu beschönigen. Obwohl es nach wie vor, noch immer keine einheitlichen Standards für die Zertifizierung von Naturkosmetik gibt, wurden mehrere Systeme entwickelt um klare Qualitätsrichtlinien zu definieren. Als Grundvoraussetzung bei den gängigen Zertifikaten gilt der teilweise ökologische Anbau der zugrunde liegenden Inhaltstoffe. Weitere Kriterien sind der Einsatz von tierischen und mineralischen Rohstoffen, Herstellungsverfahren und Konservierung des Produkts. Außerdem gibt es eine Liste von nicht erlaubten Stoffen wie z.B. Sodium Laureth Sulfat, Benzoesäure und Benzylalkohol.
Diese Labels werden heute zur Zertifizierung von Naturkosmetik vergeben:
Das BDIH-Siegel
wurde im Februar 2001 durch den Bundesverbands Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) zur Schaffung einheitlicher Standards im Bereich der Naturkosmetik eingeführt. Die Kriterien basieren auf der Empfehlung der Definition für Naturkosmetik des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit von 1993. Zusätzlich wurde die “International Organic and Natural Cosmetic Corporation” (IONC) zur Überprüfung der Herstellung und der Endprodukte gegründet, um dem Verbraucher zu garantieren, dass die Qualitätsstandards bei Naturkosmetik auch wirklich eingehalten werden. Das BDIH-Siegel ist ein international anerkanntes Zertifikat, mit dem bisher etwa 5.800 Naturkosmetik Produkte von über 160 Herstellern zertifiziert wurden. Mit dem BDIH-Siegel versehene Kosmetikprodukte unterliegen einer unabhängigen und fortlaufenden Kontrolle anhand strenger Kriterien. Somit sind Hersteller verpflichtet, auf organisch-synthetische Farb- sowie synthetische Duftstoffe, ethoxilierte Rohstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte zu verzichten und vorwiegend Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau zu verwenden. Außerdem wird Naturkosmetik nur dann BDIH-zertifiziert, wenn mindestens 60% aller Produkte der entsprechenden Marke den BDIH-Standard erfüllen. Physikalische sowie wenige chemische Prozesse garantieren eine schonende Umwandlung der verwendeten Rohstoffe in das kosmetische Endprodukt. Der Großteil der Inhaltsstoffe entstammt dem Pflanzenreich, teilweise kommen auch mineralische sowie Rohstoffe tierischen Ursprungs zum Einsatz. Allerdings ist ausnahmslos nur die Verwendung von Stoffen, die von Tieren produziert werden – beispielsweise Honig – erlaubt.
Hier kommen Sie zu den Seiten des BDIH:
NaTrue
Natrue SiegelNatTrue ist ein Zusammenschluss international führender Naturkosmetik – Hersteller mit Sitz in Brüssel. Ziel ist es, dem Endverbraucher natürliche Pflegeprodukte für höchste Ansprüche und bester Qualität aus kontrolliert biologischem Anbau garantieren zu können. Das NaTrue Label wurde gegen Ende 2008 von der NaTrue – European Natural and Organic Cosmetics Interest Grouping E.E.I.G. aus Brüssel definiert und gliedert sich in 3 dem BDIH-Zertifikat ähnlichen Qualitätsstufen. Grundlage bei der Bewertung durch NaTrue ist die Unterscheidung von Naturstoffen, naturnahen und naturidentischen Stoffen. Naturstoffe sind chemisch unveränderte Rohstoffe, wie sie in der Natur vorkommen. Naturnahe Stoffe werden aus Naturstoffen durch chemische Umwandlung gewonnen. Zu den naturidentischen Stoffen zählen Mineralien und Konservierungstoffe. Diese dürfen nur dann in Naturkosmetik verwendet werden, wenn sie sich nicht in der benötigten Menge oder Qualität aus der Natur gewinnen lassen. Die Basis für alle NaTrue zertifizierten Produkte bietet das NaTrue Siegel mit einem Stern. Ein Mindestanteil an Naturstoffen und ein Maximalanteil an naturähnlichen Stoffen gilt als Voraussetzung für dieses Siegel. Für das NaTrue Siegel mit 2 Sternen muss ein Produkt einen höheren Anteil an unveränderten Naturstoffen aufweisen. Zusätzlich müssen mindestens 70% der Naturstoffe aus kontrolliert biologischer Erzeugung und/oder aus kontrollierter Wildsammlung gemäß den Kriterien der EG-Öko-Verordnung stammen. Echte Biokosmetik wird schließlich durch das NaTrue Label mit 3 Sternen sichergestellt. Es stellt die höchsten Ansprüche an das Produkt und die verwendeten Inhaltsstoffe. Der Anteil an unveränderten natürlichen Rohstoffen muss höher sein als bei mit 2 Sternen gekennzeichneten Pflegeprodukten. Außerdem muss die Naturkosmetik einen Mindestanteil von 95% an Naturstoffen aus kontrolliert biologischer Erzeugung und/oder kontrollierter Wildsammlung aufweisen.
Hier kommen Sie zu den Seiten von Natrue:
Auch Ecocert ist ein Naturkosmetik Label
Ecocert
Ecocert LabelEcocert, ein internationaler tätiger und unabhängiger Kontrollverband mit Hauptsitz in Frankreich, prüft seit 2002 auch Kosmetikprodukte auf deren natürliche Bestandteile sowie natürliche und ökologische Qualität. Heute zählt Ecocert zu den bekanntesten Labels im Bereich der Standardisierung von Naturkosmetik und genießt hohes Vertrauen aufgrund der strengen Prüfung und Bewerttung von Produkten. 2 Labels werden von Ecocert zur Kennzeichnung von Naturkosmetik vergeben:
Für das Label „Ökologische und biologische Kosmetik“ muss der Anteil an natürlichen Inhaltstoffen bei mindestens 95% liegen. Zudem müssen zumindest 95% der verwendeten pflanzlichen Stoffe aus streng biologischem Anbau stammen. Die restlichen 5% der Inhaltsstoffe werden streng kontrolliert, die Verwendung von Mineralien, organischen Säuren, Salzen und anderen unschädlichen und naturidentischen Rohstoffen wird überwacht. Verboten sind der Einsatz von synthetischen Duftstoffen, synthetische Konservierungsstoffen, organisch-synthetischen Farbstoffen, Mineralöl und anderen Erdölprodukten, Propylenglykol und andere Glykole, SLS, SLES und andere Ethoxylate, Silikonen und anderen synthetischen Inhaltsstoffen sowie Rohstoffen, die von lebenden oder toten Tieren gewonnen werden, sind verboten.
Für das zweite Label „Biologische Kosmetik“ ist sind die Auflagen weniger streng. Zur Kennzeichnung mit diesem Label müssen mindestens 50% der pflanzlichen Inhaltsstoffe eines Kosmetikprodukts aus biologischem Anbau stammen. Bisher wurden europaweit rund 600 Produkte von 50 Herstellern durch Ecocert zertifiziert. Der überwiegende Anteil dieser Produkte stammt jedoch aus Frankreich.
Hier kommen Sie zu den Seiten von Ecocert:
Das „Leaping Bunny“ Qualitätssiegel
ist in international anerkanntes Zertifikat für Kosmetikprodukte, die ohne Tests an Tieren hergestellt werden, und entspricht der Richtlinie des Humane Cosmetic Standard, kurz HCS. Für die Zertifizierung muss sich der Hersteller bereiterklären, die Richtlinien strikt und ausnahmslos einzuhalten. Regelmäßige Kontrollen durch ein unabhängiges Audit garantieren die Einhaltung dieses Standards. Der “leaping bunny” ist einzigartig, da dieses Qualitätssiegel die erste internationale Initiative für tierversuchsfreie Kosmetik darstellt und somit repräsentativ für eine globale Tierschutzpolitik ist.
Hier kommen Sie zu den Seiten von “Leaping Bunny”:
IHTK-Siegel für tierversuchsfreie Naturkosmetik
IHTK-Siegel für tierversuchsfreie KosmetikDer IHTK (Internationaler Herstellerverband gegen Tierversuche in der Kosmetik) tritt seit vielen Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund für ein klares Verbot von Tierversuchen in der Kosmetikbranche ein. Produkte, die der Richtlinie des IHTK entsprechen, sind am Symbol „Hase mit schützender Hand“ erkennbar. Dieses Qualitätssiegel signalisiert dem Verbraucher, dass:
- keine Tierversuche für Entwicklung und Herstellung der Endprodukte durchgeführt werden,
- keine Rohstoffe verarbeitet werden, die nach dem 01.01.1979 erstmals im Tierversuch getestet wurden
- keine Rohstoffe Verwendung finden, die durch Tierquälerei gewonnen oder für die Tiere eigens getötet wurden
(z.B. Nerzöl, Walrat, Zibet, Schildkrötenöl, Seide, Cocenilleläuse). Ausgenommen sind Rohstoffe von lebenden Tieren wie Bienenwachs, Honig, Milchprodukte oder Wollfett, keine wirtschaftliche Abhängigkeit zu anderen Firmen besteht, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben. Alle Mitglieds-Unternehmen des IHTK müssen regelmäßig detaillierte Rohstofflisten mit Lieferantenangaben, sowie die Rezepturen aller Produkte offen legen und sämtliche Inhaltsstoffe auf den Verpackungen deklarieren.
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Vegan
Das Vegan-Siegel kennzeichnet Produkte, die keine Zutaten oder Substanzen von getöteten Tieren sowie deren Nebenprodukten wie beispielsweise Bienenwachs enthalten. Naturkosmetik die mit diesem Siegel versehen ist entspricht somit den strengen Auflagen der Vegan Society aus Großbritannien.
Hier kommen Sie zu den Seiten von Vegan:
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